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Hypernatural Landscapes in the Anthropocene

Landschaft in den Künsten und den Kulturwissenschaften

Mathias Kessler, Jarrells Cemetery, N37º53.96’ W81º34.71’, Eunice Mountain, West Virginia, 2012, Detail aus Graveyard, Inkjet Druck auf TapeteCourtesy des Künstlers und Galerie Heike Strelow

 

Zeit: 03.06.2015, 15:00-20:00
Treffpunkt: Kunsthaus Graz, Foyer

Ort: Kunsthaus Graz, Space05

Sprachen: Deutsch, Englisch
Kosten: Freier Eintritt
Eine Kooperation zwischen der Karl Franzens-Universität Graz, dem Universalmuseum Joanneum Kunsthaus Graz und der School of Visual Arts (NYC).

Programm als pdf

 

Die Konferenz untersucht gegenwärtige Konzepte und Positionierungen von Landschaft in den Künsten und den Kulturwissenschaften; mit speziellem Bezug zu der Annahme, dass das gegenwärtige Zeitalter als das des Anthropozän gilt. Das dem gegenwärtigen Zeitalter eine „Geologie der Menschheit” zugrunde liegt, wurde mit dem diesem Begriff zugrunde liegenden Konzept bereits im Jahr 2000 von dem niederländischen Atmosphärenforscher Paul Crutzen formuliert. Für die Kulturwissenschaften und die Künste wurde dieses Konzept spätestens mit Bruno Latours Schrift Wir sind nie modern gewesen relevant und wird gegenwärtig sowohl kritisch diskutiert als auch durch andere Konzepte – wie etwa jenes des spekulativen Realismus – konterkariert.

Dass Landschaft wörtlich eine Perspektive benötigt, und durch diese in Bewegung gerät, wird an der Gleichzeitigkeit von Landart und ökologischer Bewegung, des Blicks auf die ganze Erde durch die bemannte Raumfahrt in den 1960er Jahren deutlich, die die Ausstellung Landschaft in Bewegung verfolgt. Die parallele Entwicklung von hyperrealistischer Malerei, die romantische Landschaftskonzepte belebte, und der Fotografie-Bewegung der „New Topographers“, die für die Landschaftsfotografie einen Dokumentarismus verfolgte, der motivisch dem Hyperrealismus ähnelt, zeigt für die USA, dass und wie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Landschaftsästhetiken und –konzeptionen koexistieren.

Werden Landschaft und Natur landläufig vielfach gleichgesetzt und so Natur und Kultur statisch opponiert, ist zu betonen, dass es so wenig einen homogenen Landschaftsbegriff gibt wie einen einheitlichen Begriff von Natur oder Kultur. Was Landschaft ist, ist nicht endgültig klar definiert. Der Begriff „Landschaft“ wird geografisch und philosophisch-kulturwissenschaftlich unterschiedlich verwendet.

Die Konferenz verfolgt an der Gegenwartskunst, dass in die Vorstellungen von Landschaft unterschiedlich skandierte Konzeptionen von Subjektivität, Wahrnehmung, Raum eingehen. Landschaft definiert sich so je anders im Hinblick auf ästhetische, ethnische, ökonomische, territoriale, politische und philosophische Bezüge. An solchen Prägungen der Vorstellungen und Wertungen zu Landschaft durch die Kultur- und Ideengeschichte haben Kunsttheorie, Kunstwissenschaft und die Künste einen entscheidenden Anteil. In den Künsten sind dabei die ästhetische Auseinandersetzung mit Raum- und Ortskonzepten von entscheidender Bedeutung und ein Umgang mit Wahrnehmung und Erfahrung, der an körperliches Erleben und die Sinne gekoppelt ist. Die Frage, die es zu klären gilt ist es, ob eine ästhetische Naturwahrnehmung einer neuen Naturerfahrung gleichkommt.

Auf der Konferenz diskutieren Kunstwissenschaftler und Kunstwissenschaftlerinnen, Kuratoren und Kuratorinnen und Künstler und Künstlerinnen aus Österreich (Peter Pakesch, Katrin Bucher, Sabine Flach, Susanne Knaller, Rainer Rosegger), den USA (Gray Sherman, Matthias Kessler), der Schweiz (Chus Martínez) und Deutschland (Frank Fehrenbach) divergierende Verständnisse von Landschaft seit den 1960er Jahren im europäisch-amerikanischen Vergleich mit Blick auf Fragen wie: Wie greifen unterschiedliche Verständnisse von Landschaft jeweils in den Künsten? Welche Raum-, Orts- und Sinneserfahrungen interagieren in Landschaftsvorstellungen und -bildern mit ästhetischen, ethnischen, territorialen, politischen und philosophischen Bezügen. Was wäre eine Zukunft von Landschaft?

 

 

Programm:
Die Vorträge finden in deutscher und englischer Sprache statt.


15:00
Sonderführung durch die Ausstellung Landschaft in Bewegung mit Christof Elpons


16:00
Begrüßung durch Katrin Bucher Trantow und Peter Pakesch
Was ist die Landschaft im Anthropozän?


16:30
Vortrag Susanne Knaller (Zentrum für Kulturwissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz):
Robert Smithson. Landschaft erschreiben


17:15
Pause


17:30
Vortrag Sabine Flach (Institut für Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz) und Gary Sherman (Fine Arts Department, School of Visual Arts):
Defamiliarized Landscapes. Art Practice beyond Human Perception


18:15
Pause


18:30
artist’s statements von Markus Jeschaunig (AT), Mathias Kessler (AT), Klaus Schafler (AT)


19:00
Zusammenfassung und Podiumsgespräch mit Sabine Flach, Mira Fliescher, Susanne Knaller, Katrin Bucher Trantow, Mathias Kessler, Markus Jeschaunig, Klaus Schafler, Peter Pakesch

Moderation: Mira Fliescher (Institut für Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz)

 

 

 

Kontakt

Institutsleitung Univ.-Prof. Dr.phil. Sabine Flach

Kontakt

Universitätsplatz 3/II 8010 Graz
Eveline Scharf oder Mag. Ursula Winkler Telefon:+43 (0)316 380 - 2395 oder 2401
Fax:+43 (0)316 380 - 9750

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