Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Naturally Hypernatural

Aktuelle Tendenzen der Gegenwartskunst künden seit einiger Zeit von einer „Wiederentdeckung“ der Natur und ihrer Bedeutung für die Kunst. Signifikant neu allerdings ist die Art und Weise, wie Natur in der Kunst auftritt, wie das Verhältnis von Natur und Kunst neu gedacht wird. Genau an dieser Bruchstelle setzt das Forschungsprojekt „Naturally Hypernatural“ an. Sensibilisiert durch ebenjene Tendenzen verhandelt es Phänomene in der zeitgenössischen Kunst, in denen Natur selbst Kunst ist, und sucht einen neuen methodischen Zugang. Natur wird dabei nicht als Thema oder als künstlerisches Material aufgefasst. Vielmehr geht es bei den zu untersuchenden künstlerischen Arbeiten um Konzepte und Phänomene von Natur, die nicht in die Kunst übertragen werden, sondern, so die These, selbst das Kunstwerk stellen.„Naturally Hypernatural“ verfolgt inhaltlich zwei Stoßrichtungen: In der Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen geht es zum einen darum, die ihnen zugrunde liegenden Konzepte von Natur aufzuzeigen. Wo liegen ihre historischen Wurzeln, wie haben sich Verhaltensweisen und Wahrnehmungsmuster über die Epochen hinweg entwickelt und welchen Anteil an diesen Naturkonzepten hat die Kunst? Wie lässt sich das Verhältnis von Artifizialität und Natürlichkeit im Sinne einer Ästhetik der Natur fassen? Diese Überlegungen führen zum anderen Schwerpunkt des Projekts, der sich unter dem Vorzeichen einer „Phänomenologie der Natur“ mit dem sinnlichen Zugang zur Natur beschäftigt. Dabei soll der anthropozentrische Ansatz, wie ihn beispielsweise Hartmut Böhme vertritt, im Sinne einer „biologischen Phänomenologie“ erweitert werden. Dementsprechend wird nicht mehr zwischen einem beobachteten (Natur-)Phänomen und dem Beobachter unterschieden, sondern beide als Teil eines Gesamtprozesses verstanden. Der Prozeß der Wahrnehmung kann ebenso wenig vom ‚wie‘ der Wahrnehmung getrennt werden, wie von der Struktur des Wahrgenommenen, deren Teil der Wahrnehmende selbst ist. Das Projekt besteht aus mehreren Forschungsteilen sowie drei großen internationalen Konferenzen. Die Tagung „Naturally Hypernatural. Concepts of Nature“ fand vom 13.-15. Juni 2014 in Graz statt, die Tagung „Naturally Hypernatural. Visions of Nature“ vom 31.Oktober - 02.November 2014 in New York. Eine weitere Konferenz gab es am 03.06.2015 im Kunsthaus Graz: Hypernatürliche Landschaften im Anthropozän, Landschaft in den Künsten und den Kulturwissenschaften

 

Projektleitung:

Univ.-Prof. Dr. Sabine Flach, Institut für Kunstgeschichte, Uni Graz

KooperationspartnerInnen und MitarbeiterInnen:

Suzanne Anker, SVA Fine Arts Department, New York

Universalmuseum Joanneum, Kunsthaus Graz

Karoline Walter, M.A.-Arbeit: Orte der Natur im Werk von Lois Weinberger

Katrin Münzer, M.A.-Arbeit: Zwischen den Netzen - Tomás Saraceno

Kerstin Jusner, M.A.-Arbeit: "Somewhere else". Natur und übernatürliche Natur im Werk von Vanessa Baird und Eija-Liisa Athila

Veranstaltungen:

Konferenz "Naturally Hypernatural I: Concepts of Nature", Graz

Konferenz "Naturally Hypernatural II: Visions of Nature", New York

Konferenz "Naturally Hypernatural III: Hypernatural Landscapes in the Anthropocene", Graz

Nachwuchstagung "My goal is the maintenance of indifference", Graz

Konferenz "Naturally Hypernatural IV: "The Hothouse Archives: Plants, Pods and Panama Red"

Publikationen:

Suzanne Anker / Sabine Flach (Hg.): Naturally Hypernatural I: Concepts of Nature, Peter Lang, 2016

Antennae Issue 33: Naturally Hypernatural II: Visions of Nature, Herbst 2015

Antennae Issue 34: Naturally Hypernatural II: Visions of Nature, Winter 2015

Sabine Flach / Gary Sherman (Hg.): Naturally Hypernatural III: Hypernatural Landscapes in the Anthropocene, Peter Lang, 2016

 

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr.phil.

Sabine Flach

Institut für Kunstgeschichte

Universitätsplatz 3/II
8010 Graz

Telefon:+43 316 380 - 2400

Donnerstag 15:00 - 16:00 Uhr

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.